Evangelische Kirche Meckesheim:
Friedrichstraße 8, 74909 Meckesheim
Geschichte und Gebäude
In der Regel täglich geöffnet von 10-17 Uhr, Pilgerstempel in der Kirche
Evangelische Kirche Mönchzell:
Hauptstraße 71, 74909 Meckesheim-Mönchzell
Hauptstraße 71, 74909 Meckesheim-Mönchzell


EVANGELISCHE PILGERKIRCHE Meckesheim
Diese neue Plakette schmückt seit Pfingstsonntag 2018 die Evangelische Kirche in Meckesheim. Sie ist eine Auszeichnung für Kirchen in der gesamten Evangelischen Kirche Deutschland (EKD), die in unmittelbarer Nähe eines ausgeschriebenen Pilgerwegs liegen, von Ostern bis zum Reformationstag tagsüber verlässlich zugänglich und gastfreundlich sind; sie müssen die Möglichkeit für Seelsorgegespräche und einen Pilgerstempel bereit halten. Pilgerkirchen bieten einen Erfahrungsraum für Menschen, die mit Gott unterwegs sind. 3 Pilgerwege streifen Meckesheim:
1. Jakobsweg: Der Streckenabschnitt Rothenburg o.T. nach Speyer führt durch Sinsheim.
2. Der Evangelische Frauenpilgerweg von Mosbach nach Heidelberg führt durch Lobenfeld.
3. Der Hugenotten- Waldenserpfad von Bad Homburg nach Nagold führt durch Epfenbach.
Wir freuen uns, dass unsere Kirche in den Kreis der Pilgerkirchen aufgenommen wird.
Offene Kirche: täglich von ca. 9:30 - 18:00 Uhr, je nach Jahreszeit
Das Kirchengebäude

Der Vorgängerbau war wohl in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet worden und nun zu klein und baufällig geworden. Während der alte Bau noch einigermaßen geostet war, wurde der Neubau zur Straße hin ausgerichtet, damit „der Turm von der Hauptstraße aus ganz gesehen wird", wie der Architekt L. Lendorff schreibt.
Planung und Bauüberwachung oblagen in jener Zeit der Großherzoglich Badischen Baudirektion, vertreten durch den in Heidelberg residierenden Bauinspektor Ludwig Lendorff (ca. 1800-1853). Lebensdaten des Architekten Ludwig Lendorff sind nur wenige bekannt. Es gibt wenige Bauwerke, die er entworfen hat und die heute noch erhalten sind. Sein Hauptwerk war wohl die Mannheimer Hauptsynagoge, die 1855 fertiggestellt und im November 1938 zerstört wurde.
Lendorff schuf die Meckesheimer Kirche im neugotischen Spitzbogen-Stil, den Rundbogenstil der damaligen Zeit ablösend. Der Turm ist in die Vorderseite des Schiffes integriert, an der Rückseite des Schiffes ist der Chor angefügt. Die Außenwände sind aus hellem Sandstein aus Mühbach bei Eppingen, alle Dächer mit Schiefer gedeckt. Das Erdgeschoss des Turms bildet die Vorhalle vor dem Haupteingang. Zu beiden Seiten der Vorhalle führen Türen zu den Aufgängen zu den Emporen. Die Vorhalle schließt nach ober in einem Kreuzrippengewölbe ab. In der Lünette über dem Haupteingang liest der Besucher den Vers: „Unseren Eingang segne Gott". Oberhalb der Firstlinie des Daches endet der quadratische Turm, es folgt ein Achteckgeschoss. Die vier Ecken am Übergang vom Quadrat zum Achteck sind mit Fialen (türmchenartiger Aufsatz an gotischen Bauwerken) und aufgesetzten Spitzen bekrönt. ((Diese Spitzen wurden ebenso wie die Spitzen an der Giebelwand und das Kreuz auf dem Giebel über der Chorwand 1995 bei der Außenrenovierung wiederhergestellt.)) Das Achteckgeschoss enthält die Glockenstube, die spitzbogigen Schallöffnungen sind durch Schalläden verschlossen. Eine achtseitige Spitzhaube beschließt den Turm. Sie ist mit Kreuz und Wetterhahn gekrönt. Das Hauptportal und der Balkon (Altan) darüber sind zwischen zwei Strebepfeiler eingefügt. Nur das Portal ist durch einige Hausteingliederungen ausgezeichnet. Der Balkon ist durch eine Maßwerkbrüstung abgeschlossen.


Die Farbigkeit im Inneren war ursprünglich viel bescheidener als heute, sie ordnete sich der Architektur unter. Beispiele aus der Erbauungszeit sind die dezente Farbverglasung der Seitenfenster, die Kapitelle der Säulen und einige bei der Restaurierung 1982 freigelegte Bemalungsreste im Chor rechts am verschlossenen Fenster. Ausgemalt sind Vorhalle, Langhaus/Schiff und Chor. 1888-1890 wurde eine reichere, ornamentale Ausmalung angebracht. Sicher wurde das damals vorhandene Schema nicht beseitigt, sondern kunstvoll weiterentwickelt. Man findet Rankenwerk, mehrstielige Lilien, flammenförmig bewegte Blätter am chorbogen, Blattstauden. Besonders reich ist der Chor ausgemalt, ganz im Stile der Frühromantik. Das blaue Himmelsgewölbe mit den goldenen Sternen ist auch in frühchristlichen Chorräumen zu finden, ebenso die Palmen des himmlischen Paradieses sowie die Sternblüten, die Himmel und Erde miteinander verbinden. Der Vorhang, hier nur gemalt, umgab den Ort des herrscherlichen Thronsitzes. Bibelworte sind zu lesen über dem Chorbogen: "Jesus Christus gestern und heute und derselbe in Ewigkeit" (Hebr. 13,8) an der westlichen Chorwand: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden". (Mk 16,16)

Vom Architekt Lendorff bereits entworfen sind der Altar, der bei der Innenrenovierung 1982 leicht verändert wurde und die Kanzel. Der Schalldeckel über der Kanzel wurde wohl 1889 in der heutigen Form angebracht. Einziges Ausstattungsstück aus der Erbauungszeit, das nicht aus Holz gefertigt ist, ist der Taufstein. Er stand ursprünglich am Ende des Mittelganges, in der Mitte vor den Stufen zum Chorraum und wurde 1982 an seinen heutigen Standort versetzt. Das schlichte, aus weißem Marmor gefertigte Kreuz auf dem Altar wurde 1935 gestiftet. Ein weiteres steinerne Ausstattungsstück kam 1999 hinzu: in dem Bogen am Ende des westlichen Seitenschiffes wurde ein Steintisch eingefügt, der das bei der Außenrenovierung 1995 geborgene Steinkreuz von der Giebelwand über dem Chorbogen trägt. Hier entstand ein Ort, an dem Andachten im kleineren Kreis gefeiert werden können. 1982 wurde der Ambo im Chorraum aufgestellt, das Predigtpult: der Pfarrer predigt näher bei der Gemeinde, die Verkündigung geschieht nicht mehr so sehr „von oben herab".
Auch ganz praktische Einrichtungen kamen seit 1982 hinzu: eine Fußboden-/Umluftheizung, um eine besonders für die Orgel schonende Klimatisierung zu erhalten, eine Toilette sowie eine hochwertige Lautsprecheranlage. Die Fenster erhielten alle eine Doppelverglasung.
Hier ist die Online-Kirchenführung von Martin Kreß vom Juni 2020. https://www.youtube.com/watch?v=MgV3CPM_SwM
Hinweise zu anderen "Offenen Kirchen" in Baden-Württemberg und Deutschland finden Sie auf unserer Homepage unter Links.
Die Meckesheimer Orgel

Das mit weitem Abstand wertvollste Ausstattungsstück unserer Kirche ist die Orgel. Ihre Geschichte reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert. In den Jahren 1773/1774 wurde von Andreas Krämer aus Mannheim für die dortige Garnisonskirche eine Orgel gebaut. Als 1782 die Kirche abgerissen wurde, wurde die Orgel ausgebaut und im Kapuzinerkloster eingelagert. 1805 ersteigerte die reformierte Gemeinde Meckesheim die Orgel, ließ sie vom Heidelberger Orgelbauer J. Anton I. Overmann aufarbeiten und im Frühsommer 1806 in der alten Kirche aufgestellt. Beim Abriss der alten Kirche wird die Orgel wieder ausgebaut und nach Durlach verbracht, wo Orgelbaumeister Louis Voit den Auftrag erhalten hat, die Orgel so umzubauen, dass sie in der neuen Kirche aufgestellt werden kann. Das Gehäuse entsteht nach den Plänen von Ludwig Lendorff, die noch verwendbaren Schleifladen und Register (Pfeifen aus Zinn und Holz) werden repariert, neue kommen hinzu.

In den folgenden Jahren muss verschiedentlich repariert und nachgebessert werden. 1917 werden ein Teil der Zinnpfeifen des Prospektes ausgebaut zur kriegswichtigen Munitionsherstellung, sie werden 1922 durch Zinkpfeifen ersetzt, die aluminiumfarbig lackiert sind. 1937 wird die Orgel durch die Firma E. F. Walcker, Steinsfurt, auf elektropneumatische Traktur umgebaut. Nachdem sich der Allgemeinzustand des Werkes sehr verschlechtert hatte, wurde 1984/1985 eine Generalsanierung durch die Orgelbauwerkstatt Peter Vier, Friesenheim, durchgeführt. Dabei wurde wieder auf eine rein mechanische Traktur zurückgebaut, der Spieltisch in die Vorderseite integriert und Pfeifen repariert bzw. neu gefertigt. Schmuckformen und Vergoldung sowie der Farbanstrich des Gehäuses wurden nach Original-Unterlagen ergänzt bzw. erneuert.
Bei der Renovierung 1954 war die Empore vor der Orgel um ein Feld vergrößert worden, um Platz für Kirchen- und Posaunenchor zu schaffen. Seither ist der Blick frei auf die Orgel, in ihrer ganzen Größe, Monumentalität und Schönheit seit 1985 wieder das Schmuckstück unserer Kirche. Sie ist die zweitgrößte und eine der ältesten Denkmalorgeln.
Die Glocken

1922 wurden zwei neue Glocken gegossen, die aber 1942 wieder abgegeben werden mussten. 1949 wurden dann wieder zwei neue Glocken (Gebr. Bachert, Kochendorf) gegossen, die zur Feier des hundertjährigen Jubiläums der Kirche zum ersten Mal erklangen. Die große, Ton fis, trägt die Inschrift „Gott loben ist unser Amt", die kleinere, Ton h, "Verleih uns Frieden gnädiglich".
Und HIER (createsoundscape.de) können Sie sich die Meckesheimer Glocken anhören und finden dort auch einige zusätzliche Fotos der Meckesheimer Glocken.
Die Kirchturmuhr
Die mechanische Uhr ist im Mittelgeschoss des Turms eingebaut. Sie ist Eigentum der politischen Gemeinde. Die Uhr hat Gewichtsantrieb für Gangwerk und Schlagwerk, die Gewichte mussten früher täglich von Hand in die Ausgangslage hochgewunden werden.

Sie wurde 1889 von Ungerer Frères/Nachf. V. Schwilgue in Straßbourg gebaut. Sie ersetzte eine ältere mechanische Uhr, die schon in der Vorgängerkirche eingebaut war. Über eine Kardangelenkwelle wird das seitliche Umlenkgetriebe und von dort das Verteilergetriebe, das im Zentrum des Turmes hinter den vier Zifferblättern angebaut ist, angetrieben. Von dort treiben ebenfalls mit Kardangelenken ausgerüstete Wellen die Untersetzungsgetriebe hinter den Zifferblättern und die Zeiger an. Die Zifferblätter, Durchmesser ca. 2 m, wurden bei der Außenrenovierung 1995 überarbeitet. Die Schlagwerke an den Glocken (Hämmer, die auf den Glockensaum schlagen) werden durch Zugseile betätigt.
Im Jahr 2008 gingen wesentliche Teile der Uhr kaputt. Man beschloss die Uhr in ihrem Orignalzustand zu belassen. Das Uhrwerk, die Steuerung des Stundenschlages und die Läuteelektronik wurde auf elktronische Regelung umgerüstet. Das alte Uhrwerk steht immer noch an seinem angestammten Platz im Turm.
Evangelische Kirche Mönchzell:
Hauptstraße 71, 74909 Meckesheim-Mönchzell
Hauptstraße 71, 74909 Meckesheim-Mönchzell
Offene Kirche
Herzliche Einladung, die Kirche an den Sonn- und Feiertagen von 10:00 bis 18:00 Uhr als Ort des Gebets und der Stille zu besuchen.
Herzliche Einladung, die Kirche an den Sonn- und Feiertagen von 10:00 bis 18:00 Uhr als Ort des Gebets und der Stille zu besuchen.



Die evangelische Kirche wurde 1780 im spätbarock-klassizistischen Stil als Saalkirche mit Satteldach und Turm erbaut. Das Fenster im Altarraum erzählt die Schöpfungsgeschichte, Geburt und Kreuz Jesu, Tod und Auferstehung, Pfingsten und Abendmahl.
HIER (createsoundscape.de) können Sie sich die Mönchzeller Glocken anhören und finden dort auch Bilder der Glocken und des Innenraums der Mönchzeller Kirche.
Dietrich-Bonhoeffer-Haus:
Prof.-Kehrer-Str. 15, 74909 Meckesheim
Prof.-Kehrer-Str. 15, 74909 Meckesheim
Renovierung
Das Dietrich-Bonhoeffer-Haus wurde 2011 umfassend saniert: das Flachdach wurde generalerneuert, die Fassade isoliert und neu verputzt, im großen Saal gibt es neue, elektrisch zu bedienende Oberlichter und alles wurde frisch gestrichen.
Im Rahmen der Sanierung der Prof.-Kehrer-Straße wurden auch die Außenanlagen und Parkplätze neu gestaltet.
Solaranlage
Auf dem Flachdach wurde im November 2011 noch eine Solaranlage installiert, die unter Sunnyportal.de beobachtet werden kann.

Rund um unsere Kirche befinden sich verschiedene Beete mit Pflanzen, die in der Bibel genannt sind und in unseren Breiten gedeihen. Lediglich der Olivenbaum und die Aloe kommen ab Oktober in ihr Winterquartier. Zu jeder Pflanze gibt es eine Tafel mit der passenden Bibelstelle oder einem Liedtext. Große Bewunderung geniesst der Feigenbaum. Der Feigenbaum ist übrigens die erste mit Namen erwähnte Pflanze in der Bibel.
Für Besucher des frei zugänglichen Gartens halten wir ein Faltblatt „Begleiter durch den biblischen Garten" bereit.
Für Besucher des frei zugänglichen Gartens halten wir ein Faltblatt „Begleiter durch den biblischen Garten" bereit.
Hier können Sie sich das Faltblatt „Begleiter durch den biblischen Garten" herunterladen.
Eine virtuelle Führung durch den Garten mit Martin Kreß finden Sie unter:
https://www.youtube.com/watch?v=8NEYUTawCrI
https://www.youtube.com/watch?v=8NEYUTawCrI
Konfi’s 2015 überreichen Maulbeerbaum
Im Konfirmationsgottesdienst überraschten die diesjährigen KonfirmandenInnen unseren Pfarrer Dirk Ender mit einem Maulbeerbaum für den „biblischen Garten“. Der Konfi-Jahrgang bedankte sich mit dem Baum bei Pfarrer, den Konfi-Helfern und der Kirchengemeinde für die zurückliegenden Monate.

Inzwischen wurde der Baum - momentan ist es noch ein Bäumchen, das aber über fünf Meter groß werden kann – im Kirchgarten gepflanzt.
Die Konfirmanden Bastian und Daniel, sowie der Konfi-Papa Frank Falgner halfen am ersten Maisamstag den Baum zu pflanzen und die zum „biblischen Garten“ passende Tafel zu installieren. Auf dieser Tafel sind alle Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahrgangs 2015 genannt. Als Bibelvers wurde aus dem 17. Kapitel des Lukas-Evangeliums Vers 6 ausgewählt: „Wenn ihr Glauben hättet so groß wie ein Senfkorn, dann könntet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und versetze dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.“
Die Kirchengemeinde bedankt sich vielmals für die tolle Idee und die Hilfe bei der Pflanzung bei Bastian Böhm, Daniel Scharfy, Frank Falgner, Martin Kreß
Führungen
Gerne bieten wir Ihnen auch Führungen an. Es waren bereits mehrere Gruppen und Schulklassen zu Gast.
Bei Interesse melden Sie sich einfach in unsrem Pfarramt (Tel.: 06226 / 787422) oder bei Herrn Kreß (Tel.: 06226 / 990011).





